Zahlen und Fakten

Kreativwirtschaft: Zahlen und Fakten

Die Enquete-Kommission „Kultur in Deutschland“ des Deutschen Bundestages hat folgende Definition der Kultur- und Kreativwirtschaft entwickelt, die auch von Bund und Ländern übernommen wurde: „Unter Kultur- und Kreativwirtschaft werden diejenigen Kultur- und Kreativunternehmen erfasst, welche überwiegend erwerbswirtschaftlich orientiert sind und sich mit der Schaffung, Produktion, Verteilung und/oder medialen Verbreitung von kulturellen/kreativen Gütern und Dienstleistungen befassen.“ Nach gängiger Definition gehören elf Teilbranchen zur Kultur- und Kreativwirtschaft: Musikwirtschaft, Buchmarkt, Kunstmarkt, Filmwirtschaft, Rundfunkwirtschaft, Darstellende Künste, Designwirtschaft, Architektur, Pressewirtschaft, Software-/Games-Industrie sowie der Werbemarkt.

Im Jahr 2010 existieren in der Kreativwirtschaft knapp 240.000 Unternehmen. Knapp 90 Prozent von ihnen zählen zu den Klein- bzw. Kleinstbetrieben mit max. 10 Beschäftigten. Die Kreativwirtschaft erzielt insgesamt ein Umsatzvolumen von mehr als 137 Milliarden Euro – das ist mehr als z. B. in der Chemieindustrie und befindet sich auf Augenhöhe mit der Automobilindustrie.

Der Anteil der Kreativwirtschaft am Gesamtvolumen der Volkswirtschaft in Deutschland liegt bei 2,6 Prozent des Bruttoinlandprodukts. Das ist etwas mehr als ein Viertel niedriger als in den Niederlanden, Dänemark oder Schweden, was auf ein mögliches Entwicklungspotenzial hindeutet.

In der Kreativwirtschaft sind in Deutschland knapp eine Million Menschen beschäftigt. Rund 25 Prozent dieser Erwerbstätigen arbeiten selbständig. Das sind mehr als doppelt soviel wie in anderen Branchen.

In der Künstlersozialversicherung sind etwa 170.000 selbständige Künstler und Publizisten aus den Bereichen Bildende Kunst (35 Prozent), Musik (27 Prozent), Wort (25 Prozent) und Darstellende Kunst (13 Prozent) abgesichert. Ihr jährliches Durchschnittseinkommen liegt nur bei knapp 14.000 Euro.

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